Samstag, 15. Juli 2006
Vor kurzem haben wir den Kiewer Zoo besucht. Interessant ist, dass ich jeden Tag am Kiewer Zoo vorbei spaziere, da meine Bank unmittelbar neben dem Kiewer Zoo liegt, wir aber erst jetzt den Kiewer Zoo besucht haben.
Der Kiewer Zoo ist dabei sicherlich nicht ganz so luxeriös wie der Zürcher Zoo, bietet doch aber auch eine rechte Anzahl von interessanten Tieren und Attraktionen.
Der Kiewer Zoo wurde 1908 von der Gesellschaft der Naturfreunde geschaffen und wurde pivat finanziert. Erst am 5. Juni war der Kiewer Zoo International in den Schlagzeilen, als in einer Nacht ein 45-jähriger Besoffener in das Löwengehege stieg und getötet wurde. Und am 10. März wurde einer Reinigungsfrau vom Tiger getötet...
Obwohl der Zoo inmitten der Stadt liegt, ist er in einem schönen bewaldeten Park über 40 ha angelegt wo es auch wie jetzt im Hochsommer immer schön schattig ist. Neben den Tieren hat es auch allerlei Attraktionen v.a. für Kinder, wie z.B. ein Riesenrad etc.
Ebenfalls sehr angenehm ist es, dass es überall kleine Restaurants und Stände im Kiewer Zoo hat. Beonders gut haben frisch gemachte Bliny geschmeckt!
Ebenfalls ein Highlight des Kiewer Zoos ist für kleine Kinder der Streichelzoo. Der Streichelzoo ist ein in sich geschlossenes Gelände mit Ziegen, Kälbern, Schafen, Hangebauchschweinchen, Hühnern und vielen anderen kleinen Tieren, welche man streicheln und füttern darf. Natürlich hat der Streichelzoo auch meiner Tochter sehr gegfallen!
Donnerstag, 13. Juli 2006
Bankengeburtstag mit Paintball
Am letzten Samstag hat meine Bank, die VABank, ihren 14 Geburtstag gefeiert. In der Schweiz, wo es über 100 Jahre alte Banken gibt, wäre dies nichts besonderes. Aber für die Ukraine, die erst seit 15 Jahren unabhängig ist, ist dies doch ein stolzes Alter. Dementsprechend wurde der Anlass auch luxuriös gefeiert.
Man traf sich um 11:00 Uhr vor dem Hauptsitz der VABank, also an meinem Arbeitsort. Dort bestiegen die rund 400 Gäste sieben bereitstehende grosse Autobusse. Die Fahrt dauerte rund eine Stunde und das Ziel war eine nur für die VABank reservierte grosse Freizeitanlage, die rund 30 km südlich von Kiew liegt und schon richtig auf dem Lande ist.
Zuerst gab es, wie an soclhen Anlässen üblich, Ansprachen und ein grosses Buffet mit allerlei Würsten und gutem ukrainischem Bier. Die Freizeitanlage entstand auf einem ehemaligen Reithof, wobei die Pferde heute aber nicht mehr die wichtigste Rolle spielen.
Im Zentrum der Anlage befindet sich ein künstlicher See und darum herum angelegt hat es allerlei Attraktionen. Neben herkömmlichen Attraktionen wie Reiten, Geländewagenfahren und Tischtennis fand ich das Paintball besonders interessant.
Paintball ist ein Spiel, bei dem zwei oder mehr Spieler versuchen, verschiedene Aufgaben zu erfüllen, wobei sie sich durch die Benutzung spezieller Paintballwaffen, in der Szene historisch bedingt Markierer genannt, Vorteile verschaffen können, indem sie z.B. einen Gegenspieler markieren und ihn somit aus dem Spiel nehmen.
Das ganze sieht dabei mit den Uniformen sehr militärisch aus. Und da es an diesem Tag wirklich sehr heiss war (rund 34 Grad), kamen die Spieler unter den Unformen und den Helmen mit Schutzbrille sehr schnell in's Schwitzen. Danach konnte man sich aber im nahe gelegen Pool abkühlen!
Kategorien: Privates, Wirtschaft
Mittwoch, 12. Juli 2006
Kann man Demokratie essen?
Im Moment lese ich viel über die politische Situation in der Ukraine in westlichen Medien. Es ist viel Schlechtes über die neue blau-rote Koalition zu lesen, im speziellen über den Chef der Partei der Regionen, Viktor Janukowitsch.
Es stimmt, dass der aus einfachen Verhältnissen stammende Viktor Janukowitsch in seiner Jugend (1969/1970) wegen Diebstahl und wegen Körperverletzung verurteilt wurde. Interessant ist aber, dass genau diese Medien in anderen Artikeln eine zweite Chance für Kriminelle fordern - und ist dies im Falle von Viktor Janukowitsch nicht wunderbar gelungen? Es stimmt aber auch, dass er unter den Sowjets einer der ganz wenigen sowjetischen Autorennfahrer war - er startete an der Rallye Monte Carlo. Dies kann man leider nicht in diesen Medien lesen...
Viktor Janukowitsch war unter dem vorherigen Präsidenten Leonid Kutschma Ministerpräsident - genau gleich wie der heutige Präsident, Viktor Juschtschenko. Und dass es unter Präsident Kutschma nicht sehr viel Demokratie gab, ist hinlänglich bekannt. Dies wird nun aber alleine Janukowitsch vorgehalten. Dass dies aber genau gleich unter Juschtschenko als Ministerpräsident war, wird hingegen nicht erwähnt...
Auch wird nicht erwähnt, dass während der Zeit, als Janukowitsch Ministerpräsident war, die Ukraine das grösste jemals gehabte Wirtschaftswachstum hatte. Hingegen wird der studierte Maschinenbau-Ingenieur oft in westlichen Medien als "dümmlich" dargestellt - ohne Beweise zu liefern.
Die jetztige "Konterrevolution" ist demokratisch absolut einwandfrei - die "Orangen" hatten seit den Parlamentswahlen drei Monate Zeit und haben es wegen egoistischen Interessen und einem Geschacher um Posten nicht geschafft, eine tragfähige Koalition zu bilden. Das einzige Resultat war, dass die Ukraine politisch destabilisiert wurde. Dass es nun die Gegenseite versucht, ist somit mehr als legitim.
Die Berufsrevolutionäre von Pora (=es ist Zeit) haben den Präsidenten Juschtschenko aufgefordet, zurückzutreten, weil er keines seiner Versprechen eingehalten hat. Dies stimmt zwar - aber daran sieht man auch, wie wenig diese Leute am wirtschaftlichen Wohl des Landes interessiert sind, denn bei einem Rücktritt würde das Land total im politischen Chaos versinken. Aber Pora spührt, dass zur Zeit wieder eine "revolutionäre" Stimmung in Kiew herrscht - wenn auch aus einer anderen Richtung... Pora und die Partei der "orangen" Julia Timoschenko haben zu Grossdemontartionen auf dem Maidan aufgerufen. Wie gross diese Demonstrationen waren, habe ich heute mit eigenen Augen gesehen - ein Häufchen versprengter Leute (siehe untenstehendes Foto von mir von heute). Ich bezweifle, dass die Leute noch gross Lust zum demonstrieren haben - zu sehr haben die Politker aller Farben ihre Glaubwürdigkeit in der Ukraine verloren.
Und dass die Partei von Julia Timoschenko im Parlament nun mit Hupen und physischer Blockade die Wahl von Viktor Janukowitsch zum Ministerpräsidenten zu verhindern versucht, zeigt auch nicht gerade demokratisches Verständnis.
Die Partei der Regionen ist ausserdem die einzige Partei der Ukraine, die sich um wirtschaftliche Interessen kümmert. Und dies ist in einem "armen" Land wie der Ukraine sehr wichtig. Alle anderen Parteien wollen nur Geld verteilen, das es aber leider nicht gibt.
Die Ukraine läuft nun Gefahr, für diese "Konterrevolution" vom Westen bestraft zu werden - obwohl sie absolut demokratisch ist! Dies wäre sehr bedauerlich und der Westen sollte genau das Gegenteil tun. Und hat nicht der Westen während der "orangen" Revolution der Ukraine nur leere versprechen gegeben, ohne dass je konkrete Hilfe geleistet wurde? Und welcher namhafte Politiker des Westens hat denn die Ukraine seit der "orangen" Revolution besucht? Ich habe manchmal den Eindruck, der Westen will in der Ukraine Russland eins auswischen, ohne wirklich an der Ukraine interessiert zu sein... Das wäre sehr traurig!
Kategorien: Kommentare, Politik
Samstag, 8. Juli 2006
Das Kiewer Regierungsviertel
In Anbetracht der aktuellen politischen Wirren (Stichwort: Die "Orange" Koalition ist geplatzt) und der Tatsache, dass wir letztes Wochenende dort Spazieren gegangen sind, möchte ich Euch aktuelle und eindrückliche Fotos vom Kiewer Regierungsviertel zeigen. Das Kiewer Regierungsviertel befindet sich dabei zwischen der Metro-Station Arsenalnaya und dem Kreschtschatik Bouelvard und ist somit nur 20 Minuten zu Fuss von unserer Wohnung entfernt.
Als erstes haben wir das Parlament der Ukraine, die Werchowna Rada, von Aussen besichtigt. Das Parlament liegt neben dem Mariinsky Palast und dem Mariinsky Park an der Grushevskogo Strasse. Die Ukraine hat nicht wie viele anderen Demokratien zwei Kammern, sondern nur eine, nämlich eben die Verkhovna Rada. Die Ukraine ist seit der Verfassungsänderung von Dezember 2004 eine Mischform von Präsidial- und Parlamentarischer Demokratie. Der Ministerpräsident wird von der Parlamentsmehrheit bestimmt, welcher dann wiederum die meisten Minister ernennt. Der Präsident der Ukraine kann hingegen den Aussen- und Verteidigungsminister bestimmen.
Dass das Gebäude noch aus Sowjetzeiten stammt, kann man noch an kleinen Details erkennen, wie das unten stehende Foto veranschaulicht (siehe "Hammer und Sichel" im Wappen auf der Gittertüre):
Auf der anderen Seite der Grushevskogo Strasse befindet sich das Regierungsgebäude der Ukraine, d.h. der Sitz des Ministerpräsidenten und des Kabinetts (sog. KabMin). Dieses Gebäude ist wirklich sehr eindrücklich und monumental. Während der "Orangen Revolution" im Herbst 2004 wurde dieses Gebäude von Demonstranten umstellt und die Regierung konnte nicht mehr im Gebäude tagen.
Ebenfalls in der Nähe, an der Bankova Strasse, liegt der Palast des Präsidenten der Ukraine. Die Bankova Strasse ist dabei für den Verkehr komplett gesperrt, kann aber von Fussgängern ohne Kontrolle begangen werden. Generell sieht man sehr wenige Sicherheitskräfte bei den Regierungsgebäuden und man kann überall hingehen und fotografieren.
Ebenfalls in der Nähe, an der Bankova Strasse, liegt der Palast des Präsidenten der Ukraine. Die Bankova Strasse ist dabei für den Verkehr komplett gesperrt, kann aber von Fussgängern ohne Kontrolle begangen werden. Generell sieht man sehr wenige Sicherheitskräfte bei den Regierungsgebäuden und man kann überall hingehen und fotografieren.
Der Palast des Ukrainischen Präsidenten ist dabei noch monumentaler als das KabMin Gebäude und beinhaltet die Administration des Präsidenten. Eigentlich ist der Präsidentenpalast eine eigenes, kleines, abgeschlossenes Quartier von Kiew.
Vermutlich soll das Gebäude die Macht des Präsidenten in einer Präsidialdemokratie wiederspiegeln - für mich als Schweizer, der nur "kleinere" Dimensionen kennt, kommt das ganze etwas grössenwahnsinnig vor... Als wir das Gebäude angeschaut haben, herrschte an der Bankova Strasse eine totale Ruhe - und dies inmitten des sonst hektischen Zentrums der Millionenstadt Kiew.
Kategorien: Politik, Sehenswürdigkeiten
Donnerstag, 6. Juli 2006
Zarenschloss von Kiew: Der Mariinsky Palast
Ganz in der Nähe unserer Wohnung, zwischen der Metro Station Arsenalnaya und dem Kreschtschatik Boulevard, befindet sich ein barockes Zarenschloss, der Mariinsky Palast.
Der Mariinsky Palast wurde von 1750 bis 1755 nach Plänen des italienischen Lieblingsarchitekten von Zarin Elisabeth I., Bartolomeo Rastrelli, Erbauer der Andreas-Kathedrale und der Eremitage in Sankt Petersburg, als Miniatur Versailles im Rokoko-Stil erbaut. Der Bau erfolgte unter der Leitung des russischen Architekten Ivan Michurin.
Der Name des Mariinsky Palastes leitet sich von Zarin Maria ab, der Ehefrau von Zar Alexander II. Die blau- und cremefarbige Sommerresidenz ist eine Mischung aus russischem und ukrainischem Barock und wurde bis 1917 als Residenz der Zarenfamile in Kiew verwendet. Die stark religiöse Zarenfamilie war wegen des oberen und unteren Höhlenklosters oft in Kiew. Mindestens ein Beusch des Höhlenklosters war/ist im Leben eines gläubigen orthodoxen Christen Pflicht und so gibt es auch seit je her eine alte Pilgerstrasse zwischen Moskau und Kiew. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Mariinsky Palast stark beschädigt und nach dem Krieg wieder restauriert. Heute ist der Palast Teil der Verkhovna Rada, d.h. Teil des unmittelbar angrenzenden Parlaments der Ukraine.
Ebenfalls zum Mariinsky Palast gehört der Mariinsky Park, der an den Palast und den Platz angerenzt und der heute ein öffentlicher Park ist und von vielen Leuten besucht wird. Der Mariinsky Park beginnt fast unmittelbar hinter der Metro Station Arsenalnaya.
Der Name des Mariinsky Palastes leitet sich von Zarin Maria ab, der Ehefrau von Zar Alexander II. Die blau- und cremefarbige Sommerresidenz ist eine Mischung aus russischem und ukrainischem Barock und wurde bis 1917 als Residenz der Zarenfamile in Kiew verwendet. Die stark religiöse Zarenfamilie war wegen des oberen und unteren Höhlenklosters oft in Kiew. Mindestens ein Beusch des Höhlenklosters war/ist im Leben eines gläubigen orthodoxen Christen Pflicht und so gibt es auch seit je her eine alte Pilgerstrasse zwischen Moskau und Kiew. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Mariinsky Palast stark beschädigt und nach dem Krieg wieder restauriert. Heute ist der Palast Teil der Verkhovna Rada, d.h. Teil des unmittelbar angrenzenden Parlaments der Ukraine.
Vor dem Mariinsky Palast hat es einen wurderschönen, weiten Platz mit einer Aussichtsplattform hoch über dem Dnjepr mit Aussicht auf die Trukhanov Dnjepr-Insel und Satellitenstädte von Kiew.
Ebenfalls zum Mariinsky Palast gehört der Mariinsky Park, der an den Palast und den Platz angerenzt und der heute ein öffentlicher Park ist und von vielen Leuten besucht wird. Der Mariinsky Park beginnt fast unmittelbar hinter der Metro Station Arsenalnaya.
- Wikipedia über Zarin Elisabeth I.: Link
- Wikipedia über Zar Alexander II: Link
- Wikipedia über Zarin Maria: Link
Kategorien: Geschichte, Sehenswürdigkeiten
Mittwoch, 5. Juli 2006
Ukrainische Küche: Kiewer Torte
Eine typische Spezialität, die man unbedingt gegessen haben muss, wenn man Kiew besucht, ist die berühmte Kiewer Torte (= Kievskyj Tort). Nur schon speziell und auch sehr typisch ist die Verpackung, eine im altmodischen Stil gestaltete, runde Karton-Schachtel mit für Kiew typischen Kastanien.
Die Torte ist dabei relativ trocken bis porös und wird aus einer Masse aus Nüssen, Eiweiss, Mehl und anderen Zutaten gemacht und schmeckt sehr süss. Das gebackene Torte wird mit einer Schokoladen-Creme umhüllt und verschiedenfarbigen Cremes und Zuckerblumen verziert.
Die Kiewer Torte kann man dabei in jedem grösseren Kiewer Lebensmittelgeschäft kaufen - sie gibt es aber auch in jeder anderen Ukrainischen Stadt. Ich habe sogar schon auf dem Bahnhof von Kiew Frauen gesehen, die Kiewer Torten als letztes Mitbringsel aus Kiew auf dem Perron verkauft haben...
Hier noch ein Rezept für die Kiewer Torte für diejenigen, die die Torte probieren möchten, aber nicht in der Ukraine Leben:
Teigmasse:
Belag:
Nüsse ganz, Schokoraspel, gehobelte Mandeln
Zubereitung:
Nüsse in der Pfanne anrösten.
Eiweiße steif schlagen, Zucker nach und nach unterheben.
Vorsichtig geröstete Nüsse und gesiebtes Mehl unterheben.
Den Teig in eine Springform (26 cm) geben und sofort im vorgeheizten Backofen bei 170°C 90 Minuten backen, bis der Kuchen eine goldbraune Kruste bildet.
Creme:
Milch vorsichtig erhitzen und fast zum Kochen bringen, vom Herd nehmen und 5 Minuten ziehen lassen.
Die Eigelbe mit Zucker schaumig schlagen, bis sie weiß werden. Warme Milch nach und nach zugeben Die Mischung unter ständigem Rühren mit einem Holzlöffel erwärmen (sie darf nicht kochen!!), bis sie dickflüssig wird. Vom Herd nehmen. Gelatine nach Packungsanleitung auflösen und untermischen.
Butter schaumig schlagen. Nach und nach Milchmischung hinzugeben. Kakao nach Geschmack zugeben. Den warmen Kuchen 1 oder 2 mal durchschneiden, erkalten lassen und mit Creme bestreichen. Dann Die Außenseiten bestreichen. Ein wenig Creme für die Verzierung zurückhalten.
Torte 2-3 Stunden im Kühlschrank. kühl stellen
Torte nach Belieben Verzieren.
Die Kiewer Torte kann man dabei in jedem grösseren Kiewer Lebensmittelgeschäft kaufen - sie gibt es aber auch in jeder anderen Ukrainischen Stadt. Ich habe sogar schon auf dem Bahnhof von Kiew Frauen gesehen, die Kiewer Torten als letztes Mitbringsel aus Kiew auf dem Perron verkauft haben...
Hier noch ein Rezept für die Kiewer Torte für diejenigen, die die Torte probieren möchten, aber nicht in der Ukraine Leben:
Teigmasse:
- 1 Tasse Mehl
- 2 Tassen Zucker
- 12 Eiweisse
- 500 g gehackte Nüsse (Mandeln/Walnüsse/Haselnüsse)
- 6 Eigelbe
- 1 Tasse Zucker
- 2 Tassen Milch
- 3 TL gem. Gelatine
- 250 g Butter
- 3-4 EL Kakao
Belag:
Nüsse ganz, Schokoraspel, gehobelte Mandeln
Zubereitung:
Nüsse in der Pfanne anrösten.
Eiweiße steif schlagen, Zucker nach und nach unterheben.
Vorsichtig geröstete Nüsse und gesiebtes Mehl unterheben.
Den Teig in eine Springform (26 cm) geben und sofort im vorgeheizten Backofen bei 170°C 90 Minuten backen, bis der Kuchen eine goldbraune Kruste bildet.
Creme:
Milch vorsichtig erhitzen und fast zum Kochen bringen, vom Herd nehmen und 5 Minuten ziehen lassen.
Die Eigelbe mit Zucker schaumig schlagen, bis sie weiß werden. Warme Milch nach und nach zugeben Die Mischung unter ständigem Rühren mit einem Holzlöffel erwärmen (sie darf nicht kochen!!), bis sie dickflüssig wird. Vom Herd nehmen. Gelatine nach Packungsanleitung auflösen und untermischen.
Butter schaumig schlagen. Nach und nach Milchmischung hinzugeben. Kakao nach Geschmack zugeben. Den warmen Kuchen 1 oder 2 mal durchschneiden, erkalten lassen und mit Creme bestreichen. Dann Die Außenseiten bestreichen. Ein wenig Creme für die Verzierung zurückhalten.
Torte 2-3 Stunden im Kühlschrank. kühl stellen
Torte nach Belieben Verzieren.
Kategorien: Kulinarisches
Dienstag, 4. Juli 2006
Den "Blik" gibts auch in der Ukraine
Für mich als Schweizer war es wirklich überraschend festzustellen, dass fast gleichzeitig mit meiner Ankunft hier in Kiew anfangs Mai auch die Boulevard-Zeitung "Blik" vom Schweizer Medienkonzern Ringier hier in der Ukraine lanciert wurde.
Am anfang konnte ich gar nicht glauben, dass der "Blik" hier in der Ukraine ebenfalls von Ringier herausgegeben wird. Mit der Zeit musste ich dies aber zur Kenntnis nehmen - u.a. beim Achtelsfinal-Spiel Schweiz gegen die Ukraine. Bei der Lancierung wurde die Zeitung noch von sympathischen, unformierten Verkäuferinnen auf der Strasse verkauft. In der Zwischenzeit kann man den "Blik" am Kiosk wie andere Zeitungen kaufen.
Interessant ist auch, dass Ringier den Blick neben der Schweiz (für Nicht-Schweizer: Grösste Boulevard Zeitung des Landes, analog "Bild" in Deutschland) und der Ukraine auch noch in Serbien, Ungarn und der Tschechei herausgibt. Auch ein Preisvergleich mit der Schweiz ist interessant, den in der Ukraine kostet der "Blick" umgerechnet CHF 0.13!
Ausserdem: In der Ukraine gibt es auch so etwas wie die Schweizer "20 Minuten" Gratiszeitung- es heisst hier "15 Minut" und ist etwas dünner als das "20 Minuten". Sowohl der "Blik" als auch "20 Minut" sind ausserdem in Russischer Sprache wie die meisten Zeitungen hier. Anscheinend scheint hier Ringier für den grossen Sprung nach Russland zu üben - Ringier hat ja deshalb mit Ex-Kanzler Gerhard Schröder einen Consulting Vertrag abgeschlossen.
Am anfang konnte ich gar nicht glauben, dass der "Blik" hier in der Ukraine ebenfalls von Ringier herausgegeben wird. Mit der Zeit musste ich dies aber zur Kenntnis nehmen - u.a. beim Achtelsfinal-Spiel Schweiz gegen die Ukraine. Bei der Lancierung wurde die Zeitung noch von sympathischen, unformierten Verkäuferinnen auf der Strasse verkauft. In der Zwischenzeit kann man den "Blik" am Kiosk wie andere Zeitungen kaufen.
Interessant ist auch, dass Ringier den Blick neben der Schweiz (für Nicht-Schweizer: Grösste Boulevard Zeitung des Landes, analog "Bild" in Deutschland) und der Ukraine auch noch in Serbien, Ungarn und der Tschechei herausgibt. Auch ein Preisvergleich mit der Schweiz ist interessant, den in der Ukraine kostet der "Blick" umgerechnet CHF 0.13!
Ausserdem: In der Ukraine gibt es auch so etwas wie die Schweizer "20 Minuten" Gratiszeitung- es heisst hier "15 Minut" und ist etwas dünner als das "20 Minuten". Sowohl der "Blik" als auch "20 Minut" sind ausserdem in Russischer Sprache wie die meisten Zeitungen hier. Anscheinend scheint hier Ringier für den grossen Sprung nach Russland zu üben - Ringier hat ja deshalb mit Ex-Kanzler Gerhard Schröder einen Consulting Vertrag abgeschlossen.
Kategorien: Schweiz
Montag, 3. Juli 2006
In Ausländischen Kriegen
Am letzten Wochenende haben wir ein Museum über den Einsatz von sowjetischen Soldaten und Kriegsberatern aus der Ukraine in ausländischen Kriegen besucht. Dieses Musem befindet sich auf dem Areal der Gedenkstätte des Zweiten Weltkriegs ("Mat Rodina").
Dabei handelt es sich um Einsätze in Spanischen Bürgerkrieg (1936 - 1939), China (1937 - 1945), Korea (1950 - 1953), Vietnam (1946 - 1976), Kuba (1959), Mosambique (1962 - 1975) u.a. Dabei ging es immer um die Unterstützung von kommunistischen Revolutionen und generell der Ausbreitung des Kommunismus in der Welt.
Vor der Ausbreitung des Kommunismus hatten wir im Westen zu Zeiten des Kalten Krieges immer Angst. Dass es dabei aber auch um das Schicksal von einzelnen Menschen ging, haben wir im Westen oft vergessen. Diese Komponente wird einem in diesem Museum durch das Aufzeigen von vielen Bildern von verstorbenen Soldaten sehr bewusst.
Der bekannteste Krieg im Ausland und sicherlich auch verlustreichste war der (erste) Afghanistankrieg von 1979 bis 1989. Erst jetzt beginnt langsam aber sicher die Aufarbeitung dieses lange verdrängten sowjetischen Traumas - z.B. erscheinen in letzter Zeit immer mehr Filme zu diesem Thema in Russland und der Ukraine. Bis heute gibt es noch unzählige körperlich und seelisch behinderte Afghanistanveteranen - auch in der Ukraine!
Ebenfalls sehr speziell und für Westler ungewohnt sind die sowjetischen Anti-Kriegs Plakate, die ebenfalls ausgestellt werden. V.a. haben diese Plakate einen künstlerisch sehr speziellen und ausdrucksstarken Stil, der mir (künstlerisch) sehr gefällt.
Vor dem Musem hat es eine Ausstellung von Kriegsmaterial aus diesen Kriegen. besonders beeindruckend ist der MIL Mi-24 Kampfhelikopter, der im Westen sehr gefürchtet wurde und in vielen Hollywood Action-Filmen als inbegriff des Bösen dargestellt wurde.
Ein Highlight war natürlich, dass man in das Cockpit des MIL Mi-24 Kampfhelikopters sitzen konnte. Davon konnte man zu Zeiten des Kalten Krieges nicht einmal träumen...
Kategorien: Geschichte, Sehenswürdigkeiten
Sonntag, 2. Juli 2006
Unteres Kiewer Höhlenkloster
Am Samstag haben wir das untere Kiewer Höhlenkloster (Kiew-Pecherskaya Lavra) besucht, eines der fünf heiligsten Klöster der russisch-orthodoxen Kirche überhaupt. Siehe hierzu auch meinen früheren Blog Beitrag zum oberen Kiewer Höhlenkloster.
Zur Erinnerung: Die Kiew-Pecherskaya Lavra ist ein UNESCO Weltkulturerbe und wurde im jahr 1051 gegründet. Sie war das wichtigste Kloster des Kiewer Rus (=Reichs), des ersten russischen Grossreichs zwischen dem 8. und 13. Jahrhundert. Die Geschichte des Kiewer Rus ist heute noch wegen der Nestorchronik bekannt: Diese historische Chronik wurde vom Pecherskaya-Lavra Mönch Nestor im 12. Jahrhundert verfasst.
Das untere Kiewer Höhlenkloster zeichnet sich weniger durch so prächtige Kirchen wie das obere aus, obwohl es auch hier mehrere Kirchen hat. Auch ist der untere Teil des Klosters noch weniger renoviert als der obere Teil.
Auf den Fotos sieht man eigentlich alle Frauen mit Kopftüchern. Der Grund hierfür liegt darin, dass die Frauen in russisch-orthodoxen Kirchen Kopftücher tragen müssen. Hosen und Minröcke sind ebenfalls verboten. Männer sollten hingegen keine Shorts tragen.
Hingegen befinden sich im unteren Teil des Höhlenklosters die berühmten künstlichen Höhlen, wo sich die Mönche zur Meditation zurückgezogen haben und wieder zurückziehen. Es ist somit insofern der "spirituellere" Teil und das eigentliche "Herz" des Klosters.
Die Höhlen unterteilen sich dabei in die "nahen" und die "fernen" Höhlen. Wir haben dabei nur die nahen Höhlen mit dem Grab des Mönches Nestor besucht. Ein Besuch der Höhlen ist sehr eindrücklich. Leider ist das Fotografieren, wie in den meisten Kirchen von Kiew, auch hier verboten.
Der Eingang zu den "nahen" Höhlen befindet sich unter einer Kirche, der Christi Auferstehungskirche. Bei den Höhlen handelt sich um enge, tiefe, dunkle, weiss getünchte Gänge, die man z.T. nur gebückt begehen kann. Überall hat es in den Höhlen Bilder von Heiligen, Altäre und gläserne Särge von Priestern und Mönchen. In den Höhlen herrscht eine sehr hohe Temepratur wegen den vielen Kerzen. Alles wirklich sehr eindrücklich! Bitte hier klicken, um zum neueren Beitrag mit Fotos der nahen Höhlen zu gelangen!
Die Höhlen unterteilen sich dabei in die "nahen" und die "fernen" Höhlen. Wir haben dabei nur die nahen Höhlen mit dem Grab des Mönches Nestor besucht. Ein Besuch der Höhlen ist sehr eindrücklich. Leider ist das Fotografieren, wie in den meisten Kirchen von Kiew, auch hier verboten.
Der Eingang zu den "nahen" Höhlen befindet sich unter einer Kirche, der Christi Auferstehungskirche. Bei den Höhlen handelt sich um enge, tiefe, dunkle, weiss getünchte Gänge, die man z.T. nur gebückt begehen kann. Überall hat es in den Höhlen Bilder von Heiligen, Altäre und gläserne Särge von Priestern und Mönchen. In den Höhlen herrscht eine sehr hohe Temepratur wegen den vielen Kerzen. Alles wirklich sehr eindrücklich! Bitte hier klicken, um zum neueren Beitrag mit Fotos der nahen Höhlen zu gelangen!
Kategorien: Geschichte, Sehenswürdigkeiten
Samstag, 1. Juli 2006
Metro-Brücke von Kiew
Diese Woche sind wir, nachdem wir auf der Trukhanov Dnjepr-Insel Schwimmen waren, auf die Metro Brücke gegangen. Es handelt sich hierbei um eine Brücke für die Kiewer Metro über dem Dnjepr. Ich habe dort ein paar Fotos geschossen, die mir sehr gefallen und die ich Euch nicht vorenthalten möchte...
Auf der Metro-Brücke befindet sich die Metro Station "Dnjepr", weshalb man auch zu Fuss auf die Brücke gehen kann. Hier auf der Brücke kann man endlich auch einmal die hellblauen Züge der Kiewer Metro bei Tageslicht anschauen...
Bei der Metro Station "Dnjepr" verlässt die Kiewer Metro den Berg, worauf das Stadtzentrum von Kiew gebaut ist und verläuft ab dieser Station oberirdisch und fährt in die Satellitenstädte von Kiew. Stadteinwärts ist die nächste Station schon "meine" Station "Arsenalnaya".
Kategorien: Alltagsleben
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