Samstag, 23. Januar 2010

Zugefrorener Dnjepr

Am heutigen Samstag, an dem es recht sonnig war, wollte ich schauen gehen, wie stark schon der Dnjerpr vereist ist. Bekanntlich ist ja nun schon seit dem 10. Dezember mit Ausnahme von zwei kurzen Unterbrüchen die Temperatur immer massiv unter null (siehe Temperaturgrafik am Ende des Beitrags).


Blick auf den Dnepr beim Podol und Hafen


Interessanterweise ist der Dnjepr trotz der sibirischen Kälte nicht durchwegs zugefroren. So ist zum Beispiel beim Podol nur die Hafenseite zugefroren, der grösste Teil des Dnjeprs ist aber eisfrei.


Blick auf den Dnepr bei der Fussgängerbrücke

Aber etwa zwei Kilometer weiter unten ist der Dnjepr auf der ganzen breite zugefroren. Dieses Verhalten habe ich aussredem schon vor einem Jahr beobachtet (siehe alten Blogbeitrag).


Blick auf Fussgängerbrücke von weiter unten


Da es heute rund 18 Grad unter null war, bleib ich ausserdem wegen dieser für mich doch recht extremen Kälte nicht sehr lange draussen und war froh, danach wieder ins warme Auto einsteigen zu können...


Auf der ganzen Breite zugefrorener Dnjepr


Aber auch dort, wo der Dnjepr auf der ganzen Breite zugefroren ist, scheint das Eis noch nicht sehr dick und tragfähig zu sein.


Eisfischer auf dem zugefrorenem Dnjepr


Trotzdem hat es aber schon erste Eisfischer und Spaziergänger auf dem Eis, wie die Fotos gut zeigen. Ich finde das ehrlich gesagt recht gefährlich...


Paton-Brücke und Spaziergänger

Da die Kälte ja nach Prognosen noch recht lange anhalten sollte, bin ich gespannt, ober der Dnepr noch soweit zufriert, dass man darauf problemlos spazieren kann...


Tiefsttemperatur in Kiew seit Ende November

  • Blog: Vereister Dnjepr (Januar 2009): Link

Samstag, 16. Januar 2010

Wahlveranstaltung ist ein Konzert


Bühne vor der Sofien-Kathedrale


Am Freitagabend bin ich zufälig an die zentrale Wahlveranstaltung von Viktor Janukowitsch (Віктор Федорович Янукович) gelaufen, da diese auf dem Sofienplatz unmittelbar neben meinem Büro war. Schon während des ganzen Tages wurde die Soundanlage mit einem unheimlichen Lärm getestet - weshalb ich auch schon vom DJ Janu sprach...


Supporter auf dem Sofien-Platz


Da aber zu dem Zeitpunkt nur ukrainische Musiker auftraten, bin ich etwas gebleiben - trotz den minus zehn Grad und dem leichten Schneefall. Besonders überrascht war ich, als Svetlana Loboda (Светлана Лобода), bekannt vom letztjährigen Eurovision Festival, mit ihrem Hit "Be my Valentine - Anti-Crisis Girl" auftrat (siehe auch frühere Blog-Beitrag) und ich die Sängerin somit zum ersten mal live sehen konnte. Auch musste ich schmunzeln, dass diese Veranstaltung auch in der Tagesschau des Schweizer Fernsehens kurz gezeigt wurde.

PS: Ungleich wie vor fünf Jahren lässt mich die diesjährige Präsidentenwahl relativ kalt. Ich tippe mal, dass Viktor Janukowitsch und Julia Timoschenko in den zweiten Wahlgang kommen. Nur sind leider beide Kandidaten nicht wirklich grossartige Demokraten, wie ich berfürchte...

Beitrag der Tagesschau des SF DRS vom 16. Januar 2010

Sonntag, 10. Januar 2010

Aquapark in Brovary

Dieses Wochenende haben wir den neuen Aquapark (Аквапарк) in Brovary (Бровары) besucht. Brovary ist ein Vorort von Kiew im Osten der Stadt, rund 10 km von der Stadtgrenze entfernt. Dabei befindet sich der Aquapark im Einkaufsyentrum Terminal (Терминал) an der Kiewerstrasse 316 (ул. Киевская, 316). Obwohl Brovary etwas ausserhalb von Kiew liegt, ist es sehr bequem und einfach mit dem Auto erreichbar.


Eingang zum Aquapark


Da wir solche Wasserparks aus der Schweiz kennen (z.B. Alpamare), haben wir uns sehr darüber gefreut, als wir gehört haben, dass es nun auch etwas ähnliches in Kiew gibt.


Wellenbad und Rutschbahnen


Rutschbahnen und Wellenbad sind absolut vergleichbar mit dem Alpamare. Hingegen kann man leider nicht in einem gewärmten Bad ausserhalb der Halle schwimmen, was schon etwas schade ist.


Wellenbad und Halle


Die ganze Anlage ist topmodern und auf dem neusten Stand der Technik. Auch hat es noch nicht allzuviele Leute, was sehr angenehm ist. Dies liegt aber sicher auch an den für ukrianische Verhältnisse sicherlich hohen Preisen, denn für eine dreiköpfige Familie zahlt man für drei Stunden UAH 505.


Kinderzone


Die Anlage ist natürlich vor allem für Familien mit Kindern sehr geeignet und es hat auch eine spezielle Kinderzone.


Jacuzzi Bereich


Natürlich gibt es auch ein Restaurant mit traditioneller ukrainischer Küche, wo wir zu dritt für UAH 160 zu Abend gegessen haben.


Bar im Pool


Die Gertränke hingegen (v.a. alkoholische) sind nicht ganz billig. Bezahlt wir ausserdem alles mit dem Chip am Armband, welches man am Eingang erhält.


Wasser Rutschbahnen



Wasser Rutschbahnen (für Gummi-Reifen)


Die ganze Anlage wirkt sehr gepflegt und überall hat es Personal, das z.B. das Wasser vom Boden wegwischt. Auch hat es an allen Rutschbahnen Sicherheitspersonal. Meines Erachtens lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall!


Ich mit Tochter nach Rutschbahnfahrt

Freitag, 1. Januar 2010

Frohes neues Jahr

Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs ein frohes neues Jahr!


Aktuelle Neujahrstanne auf dem Maidan

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Schnee, Schnee, Schnee

Von Montag auf Dienstag hat es sehr stark in Kiew geschneit, so dass am Dienstag den ganzen Tag hindurch der internationale Flughafen von Kiew (Borispol) geschlossen war. Da kann ich nur sagen, dass wir zum Glück schon am Sonntag vor dem grossen Schnee aus der Schweiz zurückgekehrt sind... Erst heute Mittwoch wurde ein Notfall-Betrieb am Flughafen wieder aufgenommen.


Völlig eingeschneiter Brunnen am Dienstagmorgen
(beim Goldenen Tor)

Leider zeigt sich auch beim Schnee die Wirtschaftskrise, den anfänglich wurden die Strassen und Gehsteige nur äusserst dürftig von den Schneemassen befreit. Logisch, dass zeitweise auch der Verkehr in Kiew fast vollständig zusammenbrach. Die Leute sagen, dass der Schnee erst weggeräumt wird, wenn es aufgehört ha zu schneien - vermutlich wohl im nächsten Frühling...


Schneeräumung am Mittwoch morgen auf dem Sophien-Platz


Ausserdem ist wohl die Ukraine (neben Russland) das einzige Land der Welt, wo die Frauen auch bei ca. 30 cm Neuschnee noch Stiefel mit hohen Absätzen tragen. Die Konsequenz ist, dass man auf den schmalen Trampelpfaden (im Stadtzentrum...) im Schneckentempo hinter alle 10 m fast umfallenden Frauen schleichen muss!


Berge von Neuschnee auf dem Sophien-Platz


Es scheint so, dass uns der Schnee noch ein paar Tage erhalten bleiben wird - vermutlich bis Ende nächster Woche. Die Temparaturen sollen dabei sogar zeitweise wieder auf minus zehn Grad fallen (siehe Temperatur Prognose im rechten Rand des Blogs)...


Verschneite Sophien-Kathedrale

Dienstag, 29. Dezember 2009

Frau Koslov hilft den Schweizern

Diese Schweizer Werbung von Media Markt bedient wieder einmal alte Klischees - aber trotzdem irgendwie lustig....

Eine Woche Schweiz

Letze Woche war ich über Weihnachten mit meiner Familie für eine Woche in der Schweiz in Schaffhausen. Natürlich haben wir vor allem viel Zeit mit meiner Familie und Freunden verbracht.


Selbst gemachter Schneemann



Ich mit meiner Tochter am Schlitteln



Der Christbaum meiner Eltern



Altstadt von Schffhausen


Besonders gefällt mir jeweils in der Weihnachtszeit in der Schweiz die Weihnachtebeleuchtung und weihnachtlichen Dekorationen in den Städten. Obwohl es dies auch in Kiew gibt, ist diese in Westeuropa doch viel festlicher.


Weihnachtsbeleuchtung in Schaffhausen


Weihnachtsbeleuchtung in Winterthur


In dieser Zeit haben wir auch das kleine Städtchen Stein am Rhein am Auslauf des Untersees (Bodensees) besucht. Diese Stadt ist für mich und meine Frau ein ganz besonderer Ort und obwohl wir schon sehr oft dort waren, gehen wir immer wieder gerne dort hin.


Burg Hohenklingen ob Stein am Rhein



Rhein unterhalb Stein am Rhein



Stadttor von Stein am Rhein



Fresken an alten Häusern in Stein am Rhein



Untersee oberhalb Stein am Rhein (Blick auf Schweizer Ufer)

Samstag, 12. Dezember 2009

Wer hats erfunden?

Keine schlechte satirische Verarbeitung der umstrittenen Abstimmung in der Schweiz, die mir doch recht zu denken gegeben hat...

Sonntag, 6. Dezember 2009

Kiew bei Nacht

Nachdem sich die Grippe-Panik wieder gelegt hat und auch die Grippe Welle mit rund 400 Toten (0.001% der Bevölkerung) in der Ukraine abgeeebt ist, mal wieder etwas anderes... Da es im Dezember schon um 16:00 Uhr Nacht wird, ein paar Fotos von Kiew bei Nacht (im warmen diesjährigen Winter).


Mat Rodina
bei Dämmerung



Dnjepr Uferpromenade mit Kreuzfahrtschiff




Hyatt Hotel



Geschäftshäuser



Ein Business Center



Gebäude des Ukrainischen Geheimdienstes SBU

Mittwoch, 4. November 2009

WHO relativiert

Die WHO hat anscheinend ihre gestrige Ausage revidiert, dass es keine Beweise dafür gibt, dass in der Ukraine eine A/H1N1 Epidemie ausgebrochen ist und geht nun doch davon aus, dass die Situation in der Ukraine ernst ist. Anscheined ist der Versursacher nun doch der A/H1N1 Virus...

Tagesschau vom 03.11.2009
Beitrag der Tagesschau des SF DRS vom 3. November 2009

  • Web: Bericht eines Schweizers aus Kiew auf blick.ch: Link