Sonntag, 8. Juli 2007

Ukrainische Landschaft

Einer der Gründe, weshalb wir mit dem Bus (Blog: Distanzreisen mit dem Bus) nach Odessa gereist sind, ist die Tatsache, dass wir - genau gesagt ich - einmal etwas vom ukrainischen Land sehen wollten. Und eine Reise von 450 km sollte hierzu genügend Möglichkeiten geben.

Für mich als Schweizer war es faszinierend, dass während dieser langen Strecke die Landschaft fast immer genau gleich ausgesehen hat. Eine leicht gewellte, aber sonst vollständig flache Landschaft mit grossen Feldern, Hecken und Baumreihen. Dazwischen Dörfer mit kleinen Hütten, oft in den Mulden dieser "Wellen" gelegen. Ebenfalls hat es manchmal in den Mulden auch kleine Seen. Diese "Wellen" sind dabei typisch für die Landschaft zwischen Kiew und Odessa. In anderen Gegenden der Ukraine ist es weniger "wellig". Berge sieht man nie, nicht einmal etwas, was man als Hügel bezeichnen könnte. Im Vergleich zur Schweiz, wo die Landschaft schon nach 50 km recht anders aussehen kann, etwas ungewohnt...


Typisch ukrainische Landschaft


Nur gerade am Anfang und am Ende dieser langen Strecke war die Landschaft etwas anders. Um Kiew herum hat es grosse Wälder, wo v.a. Birken und Trauerweiden dominieren. Und kurz vor Odessa sieht man einen Liman (Лиман), den Chadschubei Liman (Хаджубейский Лиман, eigentlich benannt nach dem vorrussischen Namen von Odessa), einen Arm des Schwarzen Meeres, der mehr als 30km tief in das Landesinnere reicht, und die in Skandinavien als Fjorde bekannt sind. Diese Limane sind dabei typisch für die ukrainische Schwarzmeer Küste und es hat eine Vielzahl davon, manche bis zu 50km lang. Besonders schön am Chadschubei Liman vor Odessa ist dabei das türkisblaue Wasser (des Schwarzen Meeres).


Liman in der Nähe von Odessa

1 Kommentar:

Philippe hat gesagt…

Guten Tag

Mir ist bewusst, dass mein Kommentar in keinem Bezug zu Ihrem Blog-Eintrag "Ukrainische Landschaft" steht. Der Grund für folgende Message ist ein gestern veröffentlichter Bericht in der NZZ über den Aktienmarkt in Kiew und die Tatsache, dass ich auf die Schnelle keine eMail-Adresse von Ihnen entdeckt habe.

Der Text in der NZZ basiert auf Ihrem Fachwissen über den Aktienmarkt in der Ukraine und für mich war dieser Text sehr spannend in vielfacher Hinsicht! U.a. auch deswegen, weil ich regelmässig in Kiew bin und ich zur Zeit eine Semesterarbeit an der UniZH im Bereich Finance und Osteuropa schreiben werde.

Ein herzliches Dankeschön für den super geführten Blog und ein schönes Wochendende wünsche ich Ihnen.

Gruss
Philippe Bertschi (bertschi[at]gmx.ch)