Montag, 11. Oktober 2010

Ich lebe nicht mehr in Kiew

Velleicht haben sich einige schon gefragt, was denn los ist, denn der letze Blog-Beitrag habe ich ja im Juni geschrieben. Um es kurz zu machen: Ich war die letzten drei Monate mit dem Umzug zurück in die Schweiz, etc. beschäftigt, denn seit anfangs August bin ich und meine Familie nach 4.5 Jahren leben in Kiew endgültig wieder in die Schweiz zurück gekehrt.

Ehrlich gesagt gab es viele Gründe, warum ich jetzt wieder in der Schweiz lebe: Meine Tochter kommt in das Schulalter, mehr berufliche Möglichkeiten, die politische Entwicklung in der Ukraine, meine mir fehlenden Freunde aus der Schweiz, etc. Aber natürlich ist mir der Abschied auch schwer gefallen, denn ich habe wunderbare Freunde in Kiew kennen gelernt, die Zeit in Kiew war sehr interessant und ich möchte sie auf keinen Fall missen.

Der Blog bleibt auf jeden Fall als Archiv bestehen, da ich denke, dass einige Artikel sicherlich noch länger einen Wert haben werden. Und natürlich werde ich auch in Kürze noch schreiben, wie ich mit dem Auto in die Schweiz gefahren bin und was ich alles dabei erlebt habe.


Ich unmittelbar nach der Rückfahrt in die Schweiz

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Schade, dass Du nicht mehr in Kiew bist. Dei Blog war ein - zumeist auch unterhaltsamer - Lichtblick. Leider geht es in der Ukraine momentan wieder stark in verkrustet Strukturen - leider auch mit undemokratischen, ja bisweilen kriminellen Methoden. Für das wunderbare Land und seine Bürger kann man nur hoffen, dass de Wind sich bald wieder dreht. Allein es fehlt vielen diesmal wohl auch am Vertrauen auf jene, die als Politiker für Veränderungen stehen könnten. Traurig!

Tom hat gesagt…

Das bedauere ich sehr. ich war mehrmals in Kíew zu Lehrgängen und von 1986 bis 1990 zum Studium dort. Dein Blog war für mich sehr interessant hinsichtlich der geschichtlichen Vergleiche und natürlich auch der Fotos u.ä.
Hast Du nicht evtl. einen Nachfolger gefunden?

Kybisblog hat gesagt…

Hallo Podvalov! Zuerst mal einfach herzlich willkommen zu Hause in der Schweiz und Dir und Deiner Familie viel Glück und viele gute Freundschaften.
Für die vielen wundervollen Beiträge danke ich Dir ganz herzlich. Du hast viel zum Verständnis einer teils doch unbekannten Kultur beigetragen.
Danke und alles Gute, Peter

Thomas Stämpfli hat gesagt…

Herzlich Willkommen in der Schweiz!

Vielen Dank für die super Berichte in der Vegangenheit. Ich habe diese in mir richtig aufgesaugt. Natürlich werde ich Ihre spannende Gedanken, Bilder usw. vermissen.

Für mich war Ihr Blog einfach wunderbar.

Es würde mich freuen, wenn wir uns eines Tages kennen lernen können.

Aber vorerst lasse ich Sie noch ein bischen in der ebenfalls schönen Schweiz ankommen!

Anonym hat gesagt…

Ich habe durch eigentlich schon zu viele Umzüge in meinem Leben, sehr oft gute Freunde verlassen müssen, ich weiß sehr gut wie das ist.

Die Politik selbst hat sich allerdings nicht all zu viel verändert, aus dem "Sponsorenländle" von Julia und Viktor J. kamen weiter IWF-Kredite, dafür werden unter anderem sinnlose Fußballstadien erbaut, und korrupte Politiker und Beamte finanziert, währenddessen arme Rentner weiter pfandflaschensammelnd von Müllcontainer zu Müllcontainer ziehen..

Wie Brüssel selbst, ukrain. Minister „überzeugte“ damit sie zu Gunsten westlicher Interessengruppen weiter ihr eigenes Land ruinierten, ist ja unter den Insidern auch bekannt. Kurz gesagt hier spricht wieder einmal die Schlange mit gespaltener Zunge.

Und seit sich nun das Kräfteverhältnis durch Janukovitsch in Richtung Russland verschob, verlassen nun die nicht mehr benötigten Dreckspatzen laut schimpfend das Land.

Der IWF allerdings drückt weiter in Richtung sozialer Einsparungen, zum Beispiel im so schon armselig, dahinsiechenden staatlichen Gesundheitssystem. ...

Anonym hat gesagt…

Ich hatte eigentlich immer damit gerechnet, sie einmal an der Arsenalna persönlich kennen zu lernen, jetzt werd ich halt auf der Bahnhofstraße schauen, wer wie der Herr Podvalov aussieht und wahrscheinlich auch so kurzweilig redet wie er schreibt. Der Blog hat mir 4 Jahre lang Spaß gemacht, auch wenn es den Bericht über die Damenmode und ihre Trägerinnen nie gab. Aus, wie ich jetzt selbst erfahre, verständlichen Gründen. Nietzsche wo? oder so!

Benedikt Hilfiker hat gesagt…

Guten Tag Herr Podvalov
Bin soeben auf Ihren interessanten Blog gestossen. Das Thema Ukraine beschäftigt mich aus beruflichen Gründen seit einiger Zeit. Daher bin ich sehr daran interessiert, die Ökonomie der Ukraine aus der Sicht eines "Insiders" besser zu verstehen. Ich würde mich freuen, Sie persönlich kennenzulernen. Wäre dies möglich?
Benedikt Hilfiker