Nachdem ich nun schon wieder eine Woche in der Schweiz bin, melde ich mich mal wieder auf dem Blog. So ein "kultureller Sprung" zwischen Kiew und der Schweiz hat es schon in sich. Er schärft einem die Sinne für die kleinen Unterschiede des Alltagslebens.
Als erstes viel mir auf, wie unendlich langsam die Rolltreppen in der Schweiz fahren - im Vergleich zum horrenden Tempo der Rolltreppen in der
Kiewer Metro unendlich langsam!
Als weiteres schätzt man den guten Zustand der Strassen und den gesitteten Individualverkehr. Beim Autofahren in der Schweiz muss ich echt aufpassen, dass ich nicht Kiewer Sitten in der Schweiz anwende, obwohl ich ja in Kiew noch kein eigenes Auto habe. Aber das Taxifahren hinterlässt anscheinend auch seine Spuren... Und in Kiew rasen wir mit Tempo 80 im Taxi und ohne Kindersitz durch die Stadt. In der Schweiz hingegen wird für die kleinste Strecke der Kindesitz verwendet - was sicher vernünftig ist, aber schon irgendwie anders ist...
Diese Woche war ich mit dem Zug in Zürich. Der öffentliche Verkehr ist schon sehr luxuriös in der Schweiz und das Reisen macht echt Spass. Das ist in der überfüllten, engen
Kiewer Metro schon etwas anders. Im Zug hörte ich unfreiwillig den Gesprächen einiger Leute zu: Was haben die Schweiz doch für kleine Sorgen!
Hingegen habe ich mich wirklich gefreut, wieder einmal auf Deutsch Fernsehen zu schauen! Nach Ukrainischen und Russischen Programmen ist dies zur Abwechslung schon nicht so schlecht...
Ausserdem ertappe ich mich immer wieder, dass ich Skrupel habe, das Wasser direkt vom Wasserhahnen zu trinken. Die Qualität des Schweizer Trinkwassers ist im Vergleich zur
Kiewer Wasserqualität schon ein Luxus!