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Dienstag, 29. Dezember 2009
Diese Schweizer Werbung von Media Markt bedient wieder einmal alte Klischees - aber trotzdem irgendwie lustig....
Eine Woche Schweiz
Letze Woche war ich über Weihnachten mit meiner Familie für eine Woche in der Schweiz in Schaffhausen. Natürlich haben wir vor allem viel Zeit mit meiner Familie und Freunden verbracht.
Besonders gefällt mir jeweils in der Weihnachtszeit in der Schweiz die Weihnachtebeleuchtung und weihnachtlichen Dekorationen in den Städten. Obwohl es dies auch in Kiew gibt, ist diese in Westeuropa doch viel festlicher.
In dieser Zeit haben wir auch das kleine Städtchen Stein am Rhein am Auslauf des Untersees (Bodensees) besucht. Diese Stadt ist für mich und meine Frau ein ganz besonderer Ort und obwohl wir schon sehr oft dort waren, gehen wir immer wieder gerne dort hin.
Samstag, 12. Dezember 2009
Wer hats erfunden?
Keine schlechte satirische Verarbeitung der umstrittenen Abstimmung in der Schweiz, die mir doch recht zu denken gegeben hat...
Mittwoch, 4. November 2009
WHO relativiert
Die WHO hat anscheinend ihre gestrige Ausage revidiert, dass es keine Beweise dafür gibt, dass in der Ukraine eine A/H1N1 Epidemie ausgebrochen ist und geht nun doch davon aus, dass die Situation in der Ukraine ernst ist. Anscheined ist der Versursacher nun doch der A/H1N1 Virus...
Beitrag der Tagesschau des SF DRS vom 3. November 2009
- Web: Bericht eines Schweizers aus Kiew auf blick.ch: Link
Kategorien: Alltagsleben, Schweiz, Videos
Montag, 2. November 2009
Gute Werbung für Roche
Heute Montagmorgen um 00:30 Uhr landete ein Transport-Flugzeug aus Basel in Kiew-Borispol mit 300,000 Packungen Tamiflu an Bord. Natürlich zeigten sich in Zeiten des Wahlkampfes medienwirksam die Premier-Ministerin Julia Timoschenko und der Aussenminister Petro Poroschenko mit einer Packung Tamiflu in der Hand vor dem Flugzeug. Gut, dass wir nun gerettet worden sind und natürlich beste Werbung für Roche. (was mich als Schweizer natürlich besonders freut)! Der Verdacht der politischen Instrumentalisierung der Schweinegrippe erhärtet sich unterdessen, denn die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte am Montag, es gebe derzeit keine Belege dafür, dass der Ausbruch der neuen Grippe in der Ukraine besonders schlimm wäre.
Kategorien: Alltagsleben, Politik, Schweiz
Sonntag, 8. Februar 2009
Schweiz sagt JA zu Osteuropa
Die Schweiz hat bei einer Volksabstimmung der Erweiterung der Personenfreizügigkeit auf die neuen osteuropäischen EU-Mitglieder Rumänien und Bulgarien überraschend klar zugestimmt.
Die Schweiz ist dabei eines der ganz wenigen Länder Europa's, welche über so heikle Fragen in Zeiten der Wirtschaftskrise mit zunehmendem Protektionismus direkte Volksabstimmungen durchführt. Nach der Abstimmung dürfen nun bald auch Rumänen und Bulgaren zum Arbeiten in die Schweiz reisen. Also ein klares JA der Schweiz zu Osteuropa!
Das klare Ergebnis der Abstimmung nach einem sehr harten Abstimmungskampf in Zeiten der Wirtschaftskrise und mit Plakaten an der Grenze des guten Geschmacks kommt einer kleinen Sensation gleich. Ein Ablehnung wäre einer Katastrophe gleichgekommen und bisher erzielte bilaterale Abkommen zwischen der Schweiz und der EU wie der erst kürzliche Beitritt zum Schengen Abkommen wären von der EU aufgekündigt worden. Ich bin sehr stolz auf den weisen Entscheid des Schweizer Volkes!
Freitag, 2. Januar 2009
CH-Tagesschau zum Gasstreit
Nachfolgend einen Beitrag der Tagesschau des Schweizer Fernsehens zum aktuellen Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland. Im grossen und ganzen finde ich den Beitrag korrekt. Gemäss meinen Angaben hat die Ukraine aber nicht nur für ein paar Wochen genügend Gas in ihren Untergund Gasspeichern, den grössten dieser Art in Europea, gelagert, sondern für fast drei Monate. Und nach meinen Informationen hat die Ukraine fas komplett ihre Gasschulden beglichen. Auch ich sehe deshalb der ganzen Angelegenheit aus ukrainischer Sicht relativ gelassen entgegen...
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Sonntag, 28. Dezember 2008
Eine Woche in der Schweiz
Die letzte Woche habe ich und meine Familie in der Schweiz verbracht und seit drei Jahren wieder einmal Weihnachten in der Schweiz gefeiert.
Wir waren dabei in meiner Heimatstadt Schaffhausen bei meinen Eltern untergebracht. Neben dem familiären Weihnachtsfest haben wir natürlich auch unsere alten Freunde dort besucht.
Besonders gefallen hat uns die weihnachtlich dekorierte Altstadt von Schaffhausen Obwohl es auch in Kiew Weihnachtsdekorationen gibt, ist die Weihnachtsdekoration in der Schweiz doch viel schöner. In Kiew wirkt alles irgendwie viel kommerzieller und weniger romantisch. Leider kommt bei mir in Kiew nur selten vorweihnachtliche Stimmung auf...
Auch von der in der Ukraine allgegenwärtigen Krise ist logischerweise in der Schweiz noch viel weniger zu hören. Ehrlich gesagt recht erholend... Ich habe aber den Eindruck, dass sich die Leute in der Schweiz da noch etwas vormachen und es auch dort noch schlimmer werden wird.
Immer wieder faszinierend ist für mich die Tatsache, dass ich in die Schweiz zurückkehren kann und sich wirklich (fast) nichts verändert hat...
Da ich schon recht lange nicht mehr in den Alpen war, wollte ich unbedingt wieder einmal in die Berge fahren. Also haben wir eine Ausfahrt in die Innershcweizer Alpen gemacht (Ibergeregg).
Wunderschön war es, als wir mit dem Auto aus dem dicken Nebelmeer hinaus in die sonnige Höhe gefahren sind.
Auf der Ibergeregg habe ich vor ca. 25 Jahren Skifahren gelernt und war seit dieser Zeit nicht mehr dort. Viel hat sich ehrlich gesagt auch dort nicht verändert.
Je länger und je besser ich die Ukraine kenne, desto mehr sehe ich die Unterschiede zwischen beiden Ländern. Und vor allem nach einem Besuch in der Schweiz fallen mir die Unterschiede wieder mehr auf.
Sonntag, 23. Dezember 2007
Fondue essen in Kiew
Etwas, was man als Auslandschweizer wirklich von Zeit zu Zeit vermisst, sind typisch schweizerische Gerichte, die man nicht so einfach kochen kann. Ein Birchermüesli oder ein Zürcher Geschnetzeltes kann man sich ja selber zu Hause zubereiten, aber bei einem Fondue oder Raclette ist das leider nicht ganz so einfach...
Nun habe ich aber zum Glück in Kiew ein Restaurant gefunden, wo es richtiges Käsefondue gibt! Und interessanterweise habe ich den Tipp von einem Engländer erhalten, der schon neun Jahre hier in Kiew lebt.
Sinnigerweise heisst das Restaurant "Fondue Bar" (Фондю Бар) und befindet sich im Globus Einkaufszentrum unter dem Maidan, genau gesagt im Bereich der grossen Kuppel mit Globus. Das Restaurant ist dabei absolut stylisch eingerichtet (siehe Fotos) und im Hintergrund hört man coole Fast Beats. Also nichts mit rustikaler Einrichtung und Schweizerörgeli und somit ein ganz neues Fondue Erlebnis im Restaurant.
Natürlich hatte ich bei diesem doch recht ungewohnten Ambiente meine Bedenken, ob man da auch ein richtiges Käsefondue mit allem Drum und Dran bekommt. Auch die Auswahl an Käsefondues ist etwas ungewohnt, so gibt es neben dem klassischen Fondue auch ein Fondue mit italienischen Käsen. Ein explizites Schweizerisches Fondue hat es ausserdem überhaupt nicht auf der Menükarte und nach Vacherin und Greyerzer sucht man vergebens. Da wir uns nicht sicher waren, welches nun das beste Fondue ist, haben wir ein klassisches und ein italienisches Käsefondue bestellt.
Wie obiges Bild zeigt, wird das Fondue dabei stilecht in einem Caquelon mit Brot und Fonduegabeln serviert. Und das klassische Fondue kommt geschmacklich recht nahe an ein Schweizer Fondue heran. Das italienische hingegen ist recht süsslich und somit im Geschmack doch recht ungewohnt.
Natürlich habe ich mich sehr gefreut, nach zwei Jahren endlich wieder einmal ein Fondue essen zu können. Dies war vermutlich das grösste Weihnachtsgeschenk, das ich mir machen konnte! Und ich empfehle jedem Heimwehschweizer hier in Kiew dieses Restaurant zu besuchen.
Natürlich habe ich mich sehr gefreut, nach zwei Jahren endlich wieder einmal ein Fondue essen zu können. Dies war vermutlich das grösste Weihnachtsgeschenk, das ich mir machen konnte! Und ich empfehle jedem Heimwehschweizer hier in Kiew dieses Restaurant zu besuchen.
Kategorien: Kulinarisches, Schweiz
Freitag, 2. Februar 2007
Immatrikulation bei der Schweizer Botschaft
Heute morgen habe ich mich offiziell bei der Schweizer Botschaft in Kiew immatrikuliert, d.h. als in der Ukraine wohnhafter Schweizer Bürger angemeldet. Dies war für mich der erste Besuch auf der Schweizer Vertretung hier in Kiew. Noch bis zum letzten April war die Botschaft in einem Büro im Stadtzentrum. Seit Mai 2006 befindet sich nun aber die Schweizer Botschaft in einem herrschaftlichem Haus in unmittelbarer Nähe des Mat Rodina Monumentes.
Das Gebäude scheint ein Neubau zu sein, der aber im Stil eines alten Herrschaftshauses errichtet wurde. Meldet man sich bei der Einwohnerkontrolle in der Schweiz ab, ist man als Schweizer Bürger verpflichtet, sich innerhalb von 12 Monaten auf der jeweiligen Schweizer Vertretung zu immatrikulieren.
Die Botschaft ist dabei nichts anderes wie die Einwohnerkontrolle für Auslandschweizer, d.h. man füllt ein Formular aus und deponiert dort seinen Heimatschein. Dafür verabredet man einen Termin mit der Botschaft. Da ich schon weiss, wieviele Leute vor der spanischen Botschaft jeden Tag warten, habe ich mich schon auf das schlimmste gefasst gemacht. Überraschenderweise wartete niemand vor der Botschaft (weshalb ich zuerst gar nicht sicher war, ob ich überhaupt am richtigen Ort bin...), wurde sofort problemlos eingelassen und nur ein Visaantragssteller war ausser mir im Raum für konsularische Dienste.
Der Raum für konsularische Dienste ist dabei sehr modern und gepflegt. Ich wurde von einem freundlichen Graubündner "bedient" und konnte noch alle möglichen Fragen stellen, so z.B. über gute Spitäler in Kiew. Da ich nun die Schweizer Botschaft in Kiew "kenne" und offiziell angemeldet bin, fühle ich mich nun noch ein bisschen heimischer hier in Kiew. Erst wenn man im Ausland lebt, lernt man den Wert einer Botschaft schätzen - ein richtiges Stückchen Schweiz in Kiew.
- Website der Schweizer Botschaft in Kiew: Link
Kategorien: Schweiz
Samstag, 23. Dezember 2006
Schweizer Uhren Spuren
Heute waren wir in dem Einkaufszentrum, welches sich direkt unter dem Maidan befindet. Dieses Einkaufszentrum ist dabei sehr luxuriös und ich frage mich, wer sich ein Einkaufen hier überhaupt leisten kann. Aber wenn es solche Geschäfte gibt, wird es ja wohl auch Käufer geben... Mir vielen dort natürlich zwei Geschäfte auf: Ein Stand von Swatch und ein Uhren- und Schmuckgeschäft namens "Lausanne". Uhren sind fast die einzigen Spuren der Schweiz in der Ukraine, wie ja auch schon ein früherer Beitrag meines Blogs gezeigt hat: Link.
Kategorien: Schweiz, Wirtschaft
Freitag, 3. November 2006
Batteriewechseln wie in der Schweiz
Letztes Wochenende haben die Batterien meiner Rado-Armbanduhr den Geist aufgegeben. Natürlich ist dies für mich als Schweizer ein "Worst Case", da ich mich schlichtwegs ohne genau funktionierende Uhr nackt fühle. Nun stellte sich die Frage, wo kann man in Kiew wirklich kompetent die Batterien meiner Schweizer Uhr wechseln? Und ich wollte dies nicht bei einem "Bastler" machen, sondern bei einem Profi. Ich erinnerte mich, dass ich bei meinem Arbeitsweg mit dem Bus immer an einem Tissot-Geschäft im Podol-Quartier vorbei fahre. Und Tissot gehört wie Rado zur Swatch Group. Die Chancen sind also gross, dass man sich dort auch mit Rado-Uhren auskennt.
Nach einer kurzen Internet-Recherche fand ich dann auch die Telefonnummer dieses Tissot-Geschäfts. Ich rufte an und fragte, ob sie auch Batterien von Rado-Uhren wechseln können? Ich bekam ein direktes, langgezogenes "конечно!" (=natürlich) zur Antwort. Also nichts wie hin in der Mittagspause! Im Geschäft angekommen, wurde ich auf die untere Etage vewiesen - dort arbeite der "мастер" (=Meister). Ich ging eine schmale Treppe nach unten.
Ich befand mich in einem schalen Gang mit einer Art Kabine am Ende, wo sich der Arbeisplatz des Meisters befand. Ich erklärte ihm mein Anliegen, wonach der Meister meine Uhr kritisch musterte. Er war sich nicht sicher, ob er die passende Batterie am Lager habe. Somit begann er die Uhr auseinader zu schrauben. Ich schaute mich in der Zwischenezit etwas um und sah vier Zertifikate an der Wand
Es handelte sich um Zertifikate auf deutsch und französisch der Schweizer Uhrenmarken Rado, Tissot und Certina sowie einer Uhrmacherschule, die belegten, dass der Meister Kurse in der Schweiz besucht hatte. Somit begann ich natürlich mit dem Meister ein bisschen über die Schweiz zu plaudern. Es stellte sich heraus, dass er diese Kurse 1998 in Biel - der Hauptstadt der Schweizer Uhrenindustrie - besucht hatte. Aber natürlich kannte er auch wegen der Uhrenmarke IWC meine Heimatstadt Schaffhausen vom hören sagen her. Und natürlich war ich sehr froh, dass ich einen so kompetenten Uhrmacher in Kiew gefunden hatte. Irgendwie kam es mir vor, als hätte ich ein kleines Stück Schweiz in Kiew gefunden...
Kategorien: Schweiz
Mittwoch, 6. September 2006
Video: Feier nach Fussballsieg über Schweiz
Die Fussball WM liegt nun schon drei Monate zurück und ich mag mich noch gut (und schmerzhaft...) an den Sieg der Ukraine über die Schweiz erinnern. Erst kürzlich habe ich auf youtube.com ein Video gefunden, dass die feiernden Ukrainer in den Strassen Kiews nach dem Sieg über die Schweiz an der Fussball Weltmeisterschaft zeigt. Sieht man diese Bilder, freut man sich sogar als Schweizer etwas für die Ukrainer! Und ich mag mich auch noch gut an das Hupen in dieser Nacht erinnern...
Mittwoch, 23. August 2006
Ein Alphornbläser in Kiew
Die letzten zwei Tage war ein guter Freund von mir, Tom Luley, bei mir in Kiew auf Besuch. Mit Tom habe ich zusammen die Russen-Diskos in seiner KultUhrBeiz Dolder2 in Schaffhausen organisiert und uns verbindet auch ein grosses Interesse an den Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Tom kennt diese Länder seit 1991, wo er seinerzeit genau während des Umbruchs mit dem Velo von Schaffhausen nach Wladiwostok (Владивосток) gefahren ist!!!
Auch dieses Jahr, also genau 15 Jahre später, war er wieder in diesen Ländern unterwegs. Diesmal zog es ihn auf den Elbrus (5642 m.ü.M.), den höchsten Berg im Kaukasus-Gebirge und ehemaligen Vulkan, den er als erster Mensch mit einem Alphorn bestiegen hat und es natürlich auch nicht unterliess, auf dem Gipfel des Elbrus mit dem Alphorn zu spielen (siehe hierzu auch den Artikel in den Schaffhauser Nachrichten: Link).
Nach der Besteigung reiste er via russische Schwarzmeerküste und der Halbinsel Krim zu mir nach Kiew, wo er zwei Tage bei mir auf Besuch war. Natürlich musste Tom auch hier in Kiew Alphorn spielen, und zwar vor der "Mat Rodina". Besonders eine angeheiterte Hochzeitsgruppe war sehr davon angetan und wollte unbedingt auf ein Foto mit Tom und konnte nicht warten, bis Tom fertig gespielt hatte...
Und natürlich hat es mich auch sehr gefreut, dass ich Tom endlich mal auch auf dem Boden der ehemaligen Sowjetunion treffen konnte - und nicht immer nur in der Schweiz! Es waren wirklich zwei wunderschöne Tage mit langen Gesprächen über Gott und die Welt!
Sonntag, 13. August 2006
Kleine Unterschiede
Nachdem ich nun schon wieder eine Woche in der Schweiz bin, melde ich mich mal wieder auf dem Blog. So ein "kultureller Sprung" zwischen Kiew und der Schweiz hat es schon in sich. Er schärft einem die Sinne für die kleinen Unterschiede des Alltagslebens.
Als erstes viel mir auf, wie unendlich langsam die Rolltreppen in der Schweiz fahren - im Vergleich zum horrenden Tempo der Rolltreppen in der Kiewer Metro unendlich langsam!
Als weiteres schätzt man den guten Zustand der Strassen und den gesitteten Individualverkehr. Beim Autofahren in der Schweiz muss ich echt aufpassen, dass ich nicht Kiewer Sitten in der Schweiz anwende, obwohl ich ja in Kiew noch kein eigenes Auto habe. Aber das Taxifahren hinterlässt anscheinend auch seine Spuren... Und in Kiew rasen wir mit Tempo 80 im Taxi und ohne Kindersitz durch die Stadt. In der Schweiz hingegen wird für die kleinste Strecke der Kindesitz verwendet - was sicher vernünftig ist, aber schon irgendwie anders ist...
Diese Woche war ich mit dem Zug in Zürich. Der öffentliche Verkehr ist schon sehr luxuriös in der Schweiz und das Reisen macht echt Spass. Das ist in der überfüllten, engen Kiewer Metro schon etwas anders. Im Zug hörte ich unfreiwillig den Gesprächen einiger Leute zu: Was haben die Schweiz doch für kleine Sorgen!
Hingegen habe ich mich wirklich gefreut, wieder einmal auf Deutsch Fernsehen zu schauen! Nach Ukrainischen und Russischen Programmen ist dies zur Abwechslung schon nicht so schlecht...
Ausserdem ertappe ich mich immer wieder, dass ich Skrupel habe, das Wasser direkt vom Wasserhahnen zu trinken. Die Qualität des Schweizer Trinkwassers ist im Vergleich zur Kiewer Wasserqualität schon ein Luxus!
Kategorien: Kommentare, Schweiz
Freitag, 4. August 2006
Zwei Wochen Heimaturlaub
In den nächsten beiden Wochen werden wir in der Schweiz, vorwiegend in Schaffhausen verbingen. Einerseits werden wir dort unsere Familie und unsere Freunde treffen, andereseits aber auch Vorbereitungen für den endgültigen Umzug nach Kiew treffen. Ich werde aber trotzdem versuchen, den einen oder anderen Artikel für das Blog zu schreiben.
Dienstag, 1. August 2006
1. August Feier in Kiew
Am 1. August, dem Schweizer Nationalfeiertag, findet auch in Kiew ein offizielle Feier statt. Und zwar wird diese Feier von der Schweizer Botschaft in Kiew organisiert.
Zwischen 18:00 und 19:00 Uhr fanden sich gegen 100 Leute in einem kleinen Gartenrestaurant an einem See im idyllischen Goloseewski Park ein. Das Publikum war dabei gemischt - viele Schweizer, aber auch einige Ukrainer, einige Kinder, überraschend viele ältere Leute. Eigentlich muss man sagen, dass das viele Leute waren, denn gemäss Statistik leben nur 90 Schweizer permanent in der Ukraine. Musikalisch wurde der ganze Abend mit Ländlermusik untermalt, was aber auch schon der einizige wirklich negative Punkt des Abend war...
Als erstes wurde die 1. August Ansprache des Bundespräsidenten Moritz Leuenberger für die Auslandschweizer abgespielt. Anschliessend machte der Schweizer Botschafter eine kurze Ansprache mit Übersetzung ins Ukrainische. Unter anderem haben wir dort erfahren, dass die Schweizer und die Ukrainer beides hart arbeitende, ehemalige Bauernvölker sind! Schlussendlich wurde noch die Schweizer Nationalhymne gespielt. Dieser "offizielle" Teil dauerte rund 20 Minuten und war absolut "erträglich"... Früher war dieser Anlass anscheinend "offizieller", weshalb es auch viel weniger Schweizer an diesen Anlass gegangen sind!
Anschliessend folgte der leckere Teil des Abends: Es gab original Cervelats (aber in Kiew hergestellt!) und Schaschlik. Dazu gabe es ukrainisches Bier und Schweizer Wein. Ein Highlight war die Zuger Kirschtorte und Nestlé Eiscrème zum Dessert sowie der Blaser Kaffee.
Nach dem Eindunkeln wurden Lampions angezündet und eine Feuer angefacht. Und natürlich durfte auch ein kleines Feuerwerk nicht fehlen - denn in der Ukraine wird wirklich zu jedem Anlass (und auch sonst?) ein Feuerwerk abgeschossen! Es vergeht wirklich kein Wochenende, wo wir nicht bei uns zu Hause ein Feuerwerk hören... Gegen 22:00 Uhr war das Ende des Festes und wir wurden mit einem Bus zum "Palaz Ukraina" gefahren. Insgesamt ein wirklich gelungener Anlass und ein Stückchen Schweiz in der Ukraine!
Kategorien: Schweiz
Dienstag, 4. Juli 2006
Den "Blik" gibts auch in der Ukraine
Für mich als Schweizer war es wirklich überraschend festzustellen, dass fast gleichzeitig mit meiner Ankunft hier in Kiew anfangs Mai auch die Boulevard-Zeitung "Blik" vom Schweizer Medienkonzern Ringier hier in der Ukraine lanciert wurde.
Am anfang konnte ich gar nicht glauben, dass der "Blik" hier in der Ukraine ebenfalls von Ringier herausgegeben wird. Mit der Zeit musste ich dies aber zur Kenntnis nehmen - u.a. beim Achtelsfinal-Spiel Schweiz gegen die Ukraine. Bei der Lancierung wurde die Zeitung noch von sympathischen, unformierten Verkäuferinnen auf der Strasse verkauft. In der Zwischenzeit kann man den "Blik" am Kiosk wie andere Zeitungen kaufen.
Interessant ist auch, dass Ringier den Blick neben der Schweiz (für Nicht-Schweizer: Grösste Boulevard Zeitung des Landes, analog "Bild" in Deutschland) und der Ukraine auch noch in Serbien, Ungarn und der Tschechei herausgibt. Auch ein Preisvergleich mit der Schweiz ist interessant, den in der Ukraine kostet der "Blick" umgerechnet CHF 0.13!
Ausserdem: In der Ukraine gibt es auch so etwas wie die Schweizer "20 Minuten" Gratiszeitung- es heisst hier "15 Minut" und ist etwas dünner als das "20 Minuten". Sowohl der "Blik" als auch "20 Minut" sind ausserdem in Russischer Sprache wie die meisten Zeitungen hier. Anscheinend scheint hier Ringier für den grossen Sprung nach Russland zu üben - Ringier hat ja deshalb mit Ex-Kanzler Gerhard Schröder einen Consulting Vertrag abgeschlossen.
Am anfang konnte ich gar nicht glauben, dass der "Blik" hier in der Ukraine ebenfalls von Ringier herausgegeben wird. Mit der Zeit musste ich dies aber zur Kenntnis nehmen - u.a. beim Achtelsfinal-Spiel Schweiz gegen die Ukraine. Bei der Lancierung wurde die Zeitung noch von sympathischen, unformierten Verkäuferinnen auf der Strasse verkauft. In der Zwischenzeit kann man den "Blik" am Kiosk wie andere Zeitungen kaufen.
Interessant ist auch, dass Ringier den Blick neben der Schweiz (für Nicht-Schweizer: Grösste Boulevard Zeitung des Landes, analog "Bild" in Deutschland) und der Ukraine auch noch in Serbien, Ungarn und der Tschechei herausgibt. Auch ein Preisvergleich mit der Schweiz ist interessant, den in der Ukraine kostet der "Blick" umgerechnet CHF 0.13!
Ausserdem: In der Ukraine gibt es auch so etwas wie die Schweizer "20 Minuten" Gratiszeitung- es heisst hier "15 Minut" und ist etwas dünner als das "20 Minuten". Sowohl der "Blik" als auch "20 Minut" sind ausserdem in Russischer Sprache wie die meisten Zeitungen hier. Anscheinend scheint hier Ringier für den grossen Sprung nach Russland zu üben - Ringier hat ja deshalb mit Ex-Kanzler Gerhard Schröder einen Consulting Vertrag abgeschlossen.
Kategorien: Schweiz
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