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Mittwoch, 30. Juni 2010

Arbeiten am Kiewer Euro 2012 Stadion

Als ich vor kurzem in der Nähe des Olympiastadions (Національний спортивний комплекс «Олімпійський») war, wo die Spiele der Fussball Europameisterschaft 2012 stattfinden werden, habe ich die Gelegenheit benutzt um ein paar Fotos dort zu machen. Und natürlich ist dieser Beitrag auch bassend zur aktuellen Fussball WM! Obwohl, hier in der Ukraine merkt man eigentlich fast nichts vom globalen Fussballfieber, wenn ich mal ehrlich bin...


Aktuelle Arbeiten am Stadion


Ehrlich gesagt war ich doch etwas überrascht vom Ausmass der Arbeiten, denn eigentlich wird das Stadion fast komplett neu gebaut. Dies ist vermutlich zur Zeit auch die grösste Baustellen von Kiew - und dies inmitten des Stadtzentrums. Aber irgenwie auch nicht überrschend, denn das alte Stadion wurde 1953 gebaut und von 1966 bis 1968 wurde es mit einem zweiten Tribünenrang auf 83'000 Plätze erweitert.


Aktuelle Arbeiten am Stadion


Das umgebaute Stadion wird eine komplette Überdachung der Tribünen mit integrierter Flutlichtanlage haben und ws wird dann ca. 69'000 Sitzplätze für die Besucher bereithalten.


Das Stadium nach dem Umbau (geplant)


Das Stadion vor dem Umbau (2006)

Samstag, 1. Mai 2010

Picknick auf dem Friedhof

Am ersten Wochenende nach den Ostern gibt es in der orthodoxen Kirche ein Tag zur Erinnerung der Verstorbenen. In etwa ist dies vergleichbar mit unserem Allerheiligen in Herbst. Der grosse Unterschied ist aber, dass man an diesem Tag mit den Verstorbenen sprichwörtlich auf dem Friedhof feiert. Dies tönt auf den ersten Blick etwas makaber, ist aber eine wirklich schöne Tradition.


Ein orthodoxer Friedhof bei Kiew


Im Unterschied zu einem westlichen Friedhof hat es auf einem orthodoxen Friedhof fast bei jedem Grab Tische mit zwei Bänken. An diesem besagtem Tag, aber auch bei anderen Friedhofsbesuchen, nimmt man Essen und Trinken mit und isst dies auf diesen dafür bestimmten Tischen. Ich habe diesem Anlass darum auch anfänglich "Picknick auf dem Friedhof" gesagt... Dabei legt man auf die Gräber symbolisch das Lieblingsessen und -trinken der Verstorbenen. Da oft auch andere Verwandte auf den Freidhof kommen, lädt man diese an den Tisch ein und spricht über die Verstorbenen. Dabei handelt es sich nicht etwa um einen traurigen, sondern um einen fröhlichen Anlass! Und nicht wirklich überraschend, kann dieser Familienanlass (mit Kindern, etc.), wo zum Teil noch recht viel getrunken wird, recht lustig werden.


Typisches Grab mit Tisch und Besuchern


Diese Tradition erscheint für jemanden aus dem Westen wirklich etwas speziell, finde ich aber eigentlich eine sehr schöne Sache, da sie sehr persönlich ist. Eigentlich schade, dass es so etwas nicht auch im Westen gibt, wo man ja eigentlich immer mehr versucht, den Tod aus dem Leben zu verdrängen...


Grosse Zahl von Besuchern an diesem Tag auf dem Friedhof

Samstag, 23. Januar 2010

Zugefrorener Dnjepr

Am heutigen Samstag, an dem es recht sonnig war, wollte ich schauen gehen, wie stark schon der Dnjerpr vereist ist. Bekanntlich ist ja nun schon seit dem 10. Dezember mit Ausnahme von zwei kurzen Unterbrüchen die Temperatur immer massiv unter null (siehe Temperaturgrafik am Ende des Beitrags).


Blick auf den Dnepr beim Podol und Hafen


Interessanterweise ist der Dnjepr trotz der sibirischen Kälte nicht durchwegs zugefroren. So ist zum Beispiel beim Podol nur die Hafenseite zugefroren, der grösste Teil des Dnjeprs ist aber eisfrei.


Blick auf den Dnepr bei der Fussgängerbrücke

Aber etwa zwei Kilometer weiter unten ist der Dnjepr auf der ganzen breite zugefroren. Dieses Verhalten habe ich aussredem schon vor einem Jahr beobachtet (siehe alten Blogbeitrag).


Blick auf Fussgängerbrücke von weiter unten


Da es heute rund 18 Grad unter null war, bleib ich ausserdem wegen dieser für mich doch recht extremen Kälte nicht sehr lange draussen und war froh, danach wieder ins warme Auto einsteigen zu können...


Auf der ganzen Breite zugefrorener Dnjepr


Aber auch dort, wo der Dnjepr auf der ganzen Breite zugefroren ist, scheint das Eis noch nicht sehr dick und tragfähig zu sein.


Eisfischer auf dem zugefrorenem Dnjepr


Trotzdem hat es aber schon erste Eisfischer und Spaziergänger auf dem Eis, wie die Fotos gut zeigen. Ich finde das ehrlich gesagt recht gefährlich...


Paton-Brücke und Spaziergänger

Da die Kälte ja nach Prognosen noch recht lange anhalten sollte, bin ich gespannt, ober der Dnepr noch soweit zufriert, dass man darauf problemlos spazieren kann...


Tiefsttemperatur in Kiew seit Ende November

  • Blog: Vereister Dnjepr (Januar 2009): Link

Sonntag, 10. Januar 2010

Aquapark in Brovary

Dieses Wochenende haben wir den neuen Aquapark (Аквапарк) in Brovary (Бровары) besucht. Brovary ist ein Vorort von Kiew im Osten der Stadt, rund 10 km von der Stadtgrenze entfernt. Dabei befindet sich der Aquapark im Einkaufsyentrum Terminal (Терминал) an der Kiewerstrasse 316 (ул. Киевская, 316). Obwohl Brovary etwas ausserhalb von Kiew liegt, ist es sehr bequem und einfach mit dem Auto erreichbar.


Eingang zum Aquapark


Da wir solche Wasserparks aus der Schweiz kennen (z.B. Alpamare), haben wir uns sehr darüber gefreut, als wir gehört haben, dass es nun auch etwas ähnliches in Kiew gibt.


Wellenbad und Rutschbahnen


Rutschbahnen und Wellenbad sind absolut vergleichbar mit dem Alpamare. Hingegen kann man leider nicht in einem gewärmten Bad ausserhalb der Halle schwimmen, was schon etwas schade ist.


Wellenbad und Halle


Die ganze Anlage ist topmodern und auf dem neusten Stand der Technik. Auch hat es noch nicht allzuviele Leute, was sehr angenehm ist. Dies liegt aber sicher auch an den für ukrianische Verhältnisse sicherlich hohen Preisen, denn für eine dreiköpfige Familie zahlt man für drei Stunden UAH 505.


Kinderzone


Die Anlage ist natürlich vor allem für Familien mit Kindern sehr geeignet und es hat auch eine spezielle Kinderzone.


Jacuzzi Bereich


Natürlich gibt es auch ein Restaurant mit traditioneller ukrainischer Küche, wo wir zu dritt für UAH 160 zu Abend gegessen haben.


Bar im Pool


Die Gertränke hingegen (v.a. alkoholische) sind nicht ganz billig. Bezahlt wir ausserdem alles mit dem Chip am Armband, welches man am Eingang erhält.


Wasser Rutschbahnen



Wasser Rutschbahnen (für Gummi-Reifen)


Die ganze Anlage wirkt sehr gepflegt und überall hat es Personal, das z.B. das Wasser vom Boden wegwischt. Auch hat es an allen Rutschbahnen Sicherheitspersonal. Meines Erachtens lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall!


Ich mit Tochter nach Rutschbahnfahrt

Freitag, 1. Januar 2010

Frohes neues Jahr

Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs ein frohes neues Jahr!


Aktuelle Neujahrstanne auf dem Maidan

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Schnee, Schnee, Schnee

Von Montag auf Dienstag hat es sehr stark in Kiew geschneit, so dass am Dienstag den ganzen Tag hindurch der internationale Flughafen von Kiew (Borispol) geschlossen war. Da kann ich nur sagen, dass wir zum Glück schon am Sonntag vor dem grossen Schnee aus der Schweiz zurückgekehrt sind... Erst heute Mittwoch wurde ein Notfall-Betrieb am Flughafen wieder aufgenommen.


Völlig eingeschneiter Brunnen am Dienstagmorgen
(beim Goldenen Tor)

Leider zeigt sich auch beim Schnee die Wirtschaftskrise, den anfänglich wurden die Strassen und Gehsteige nur äusserst dürftig von den Schneemassen befreit. Logisch, dass zeitweise auch der Verkehr in Kiew fast vollständig zusammenbrach. Die Leute sagen, dass der Schnee erst weggeräumt wird, wenn es aufgehört ha zu schneien - vermutlich wohl im nächsten Frühling...


Schneeräumung am Mittwoch morgen auf dem Sophien-Platz


Ausserdem ist wohl die Ukraine (neben Russland) das einzige Land der Welt, wo die Frauen auch bei ca. 30 cm Neuschnee noch Stiefel mit hohen Absätzen tragen. Die Konsequenz ist, dass man auf den schmalen Trampelpfaden (im Stadtzentrum...) im Schneckentempo hinter alle 10 m fast umfallenden Frauen schleichen muss!


Berge von Neuschnee auf dem Sophien-Platz


Es scheint so, dass uns der Schnee noch ein paar Tage erhalten bleiben wird - vermutlich bis Ende nächster Woche. Die Temparaturen sollen dabei sogar zeitweise wieder auf minus zehn Grad fallen (siehe Temperatur Prognose im rechten Rand des Blogs)...


Verschneite Sophien-Kathedrale

Sonntag, 6. Dezember 2009

Kiew bei Nacht

Nachdem sich die Grippe-Panik wieder gelegt hat und auch die Grippe Welle mit rund 400 Toten (0.001% der Bevölkerung) in der Ukraine abgeeebt ist, mal wieder etwas anderes... Da es im Dezember schon um 16:00 Uhr Nacht wird, ein paar Fotos von Kiew bei Nacht (im warmen diesjährigen Winter).


Mat Rodina
bei Dämmerung



Dnjepr Uferpromenade mit Kreuzfahrtschiff




Hyatt Hotel



Geschäftshäuser



Ein Business Center



Gebäude des Ukrainischen Geheimdienstes SBU

Mittwoch, 4. November 2009

WHO relativiert

Die WHO hat anscheinend ihre gestrige Ausage revidiert, dass es keine Beweise dafür gibt, dass in der Ukraine eine A/H1N1 Epidemie ausgebrochen ist und geht nun doch davon aus, dass die Situation in der Ukraine ernst ist. Anscheined ist der Versursacher nun doch der A/H1N1 Virus...

Tagesschau vom 03.11.2009
Beitrag der Tagesschau des SF DRS vom 3. November 2009

  • Web: Bericht eines Schweizers aus Kiew auf blick.ch: Link

Montag, 2. November 2009

Gute Werbung für Roche

Heute Montagmorgen um 00:30 Uhr landete ein Transport-Flugzeug aus Basel in Kiew-Borispol mit 300,000 Packungen Tamiflu an Bord. Natürlich zeigten sich in Zeiten des Wahlkampfes medienwirksam die Premier-Ministerin Julia Timoschenko und der Aussenminister Petro Poroschenko mit einer Packung Tamiflu in der Hand vor dem Flugzeug. Gut, dass wir nun gerettet worden sind und natürlich beste Werbung für Roche. (was mich als Schweizer natürlich besonders freut)! Der Verdacht der politischen Instrumentalisierung der Schweinegrippe erhärtet sich unterdessen, denn die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte am Montag, es gebe derzeit keine Belege dafür, dass der Ausbruch der neuen Grippe in der Ukraine besonders schlimm wäre.


Julia Timoschenko (mit Packung Tamiflu) und Aussenminister Petro Poroschenko vor dem Flugzeug



Tamiflu wird aus dem Transport-Flugzeug in Borispol ausgeladen

  • Web: NZZ über die Lieferung von Tamiflu in die Ukraine: Link
  • Web: Spiegel über die Schweinegrippe in der Ukraine: Link
  • Web: Tages Anzeiger über die Schweinegrippe in der Ukraine: Link
  • Web: Tages Anzeiger über Liegerung von Tamflu in die Ukraine: Link

Wie gehe ich mit der Epidemie um?

Zuerst einmal möchte ich sagen, dass die ganze Situation natürlich schon irgendwie unheimlich ist und ich in meinem Leben noch nicht eine vergleichbare Situation erlebt habe. Dieses Wochenende haben wir nur zu Hause verbracht, denn in Shopping Center oder Restaurants mit vielen Leuten zu gehen (vermutlich hat es aber auch nicht mehr viele Leute dort...) vergeht einem irgendwie. Eingekauft für die Woche haben wir in der Nacht, als es wenig Leute im Supermarkt hatte. Eine Maske trage ich im Moment aber noch keine (obwohl wir solche haben), wenn ich vor die Türe gehe, aber am Sonntag habe ich diese bei etwa 5% der Bevölkerung gesehen. Alle Angestellten in der Post und mehrere Verkäufer auf dem Basar trugen schon neben etlichen Passanten eine Maske. Auch habe ich Leute mit Behelfsmasken gesehen, wie zum Beispiel einen über den Mund gezogenen Schal, obwohl dies bei Viren, die ja 15 bis 400 nm gross sind und nur unter dem Elektronen-Mikroskop gesehen werden können, absolut nichts hilft (als wollte man eine Mücke in ein Elefantenkäfig einsperren...).


Ich in meinem Büro am letzten Freitag (Tag 0)

Auch bin ich als vorsichtiger Schweizer seit Juni mit zwei Packungen Tamiflu ausgerüstet, was schon etwas beruhigt. Morgen Montag gehe ich wieder in das Büro, was sicherlich ein grösseres Risiko darstellt. Vermutlich werde ich ab Montag nun auch eine Maske tragen ‚ es scheint ja langsam in der Mode zu sein hier in Kiew und da es ja so wenige gibt ist es schon fast ein Statussymbol... Da ich den Verdacht habe, dass meine Tochter schon die A/H1N1 Schweinegrippe hatte, bin ich aber insgesamt etwas beruhigt und hoffe, dass ich schon Antikörper gebildet habe... Mal sehen!

Sonntag, 1. November 2009

Grippe breitet sich schnell aus

Gemäss dem Gesundheitsministerium sind bereit 184,919 Personen infiziert, davon 82,691 Kinder. 7,383 Personen befinden sich in Spitälern, wobei 123 Personen intensive Pflege brauchen. Bisher sind 53 an der Grippe-Epidemie gestorben. Am meisten betroffen sind die Oblaste Lviv, Ivano-Frankivsk, Rivne, Ternopil und Chernowitz.


Offizielle mit Masken

In Kiew sind 6,357 Personen infiziert, davon 3,014 Kinder, und 85 Personen befinden sich in Spitälern.



Ukraine besonders von der Schweinegrippe betroffen
Bisher mehr als 50 Tote – Hilfszusagen aus Nachbarländern

NZZ, 1. November 2009

In der Ukraine breitet sich die Schweinegrippe rasant aus. Die Zahl der Todesfälle stieg inzwischen auf 53, mehr als 180'000 Menschen sind an dem Virus erkrankt.

(sda/afp/dpa) Die Ukraine ist wegen der Schweinegrippe im Ausnahmezustand. Die Epidemie breite sich in rasendem Tempo aus, sagte Präsident Viktor Juschtschenko. Die Zahl der Todesfälle stieg inzwischen auf 53, mehr als 180'000 Menschen sind an dem Virus erkrankt.

Nach Angaben des Kiewer Gesundheitsministeriums sind allein im Gebiet Lwiw im Westen des Landes mehr als 70'000 Menschen infiziert. Eine Delegation der Weltgesundheitsorganisation WHO will am Montag in die Region reisen, um sich ein Bild von der Situation in den Spitälern und den Ärztepraxen zu machen.

Militärärzte und Reservisten wurden aufgeboten, um sich um die wachsende Zahl an Patienten zu kümmern. Mehrere Länder, darunter Russland und die Slowakei, sagten der ehemaligen Sowjetrepublik Hilfe zu.

Leere Strassen, Schulen geschlossen

Das Fernsehen zeigte am Wochenende Bilder von leeren Strassen und Geschäften in den Grossstädten. Bereits am Freitag hatte die Regierung landesweit alle Schulen und Kindergärten geschlossen. Zudem sind Veranstaltungen mit grösseren Menschenmengen, darunter Konzerte und Kinovorführungen, verboten.

Nach Panikkäufen in Apotheken waren in vielen Städten weder Schutzmasken noch Medikamente zu haben. Juschtschenko ordnete an, dass umgehend mehr Schutzmasken produziert werden müssten - der Bedarf liege bei einer Million Masken pro Tag.

Freitag, 30. Oktober 2009

81,000 Ukrainer bereits infiziert

In der Ukraine hat die epidemische Verbreitung von Krankheitserregern der pandemischen Influenza (H1N1) begonnen, teilte der Pressedienst des Gesundheitsministeriums mit.

Der Pressedienst teilte ausserdem mit, dass per 30. Oktober in der Ukraine über 81,000 Menschen betroffen sind, darunter 33,500 Kinder. In Krankenhäuser befinden sich 2,341 Personen, davon 1,100 Kinder."

Leider gab es 33 tödliche Fälle", stellte das Gesundheitsministerium fest.


Menschen mit Masken in Kiew

Darüber hinaus betonte der Pressedienst, dass es begründete Hinweise gibt, dass sich die Infektion rasch auf das gesamte Territorium der Ukraine ausbreiten wird. Erwartet wird eine grosse Anzahl von Fällen in einem kurzen Zeitraum und mit einem hohen Prozentsatz an tödlichen Fällen.

Schweinegrippe-Epidemie ausgebrochen

Eine Epidemie des H1N1-Virus, auch als Schweine-Grippe bekannt, ist in der Ukraine ausgebrochen, kündigte der Gesundheitsminister Vasyl Kniazevych auf einer Pressekonferenz am Freitag an.

"Leider müssen wir feststellen, dass ein H1N1 Grippe-Epidemie in der Tat in der Ukraine ausgebrochen ist", sagte er.


Menschen mit Masken in Kiew


Das Gesundheitsministerium plant die Verhängung von Quarantäne in der Ukraine, antwortete er auf eine Frage von Interfax-Ukraine.

"Wir haben die Möglichkeit der Einführung einer Quarantäne nicht nur in den westlichen Regionen, sondern auch im ganzen Land, weil das Virus sich sehr schnell verbreitet ", sagte er.

In Kiew haben sich Schlangen vor den Apotheken gebildet und Medikamente wie Tamiflu sind schon seit Freitagmorgen ausverkauft. Gerüchte sagen, dass heute der erste Grippe-Todesfall in Kiew eingetreten ist.

Innerhalb weniger Tage sind 38 Personen in der West-Ukraine (in der Transkarpatien, Lviv und Volyn Region) an einer unbekannten Grippe gestorben. Bisher konnte bei mindestens einem Todesfall das A(H1N1) Virus als Verursacher identifiziert werden.

Sonntag, 30. August 2009

Romantisches Dnjepr-Ufer

Heute Nachmittag sind wir entlang des Dnjeprs an der Rusanovskaya Uferstrasse (набережная Русановская) spaziert. An diesem wunderbaren Ufer mit viel Natur - obwohl man inmitten der Stadt ist, sieht man am Ufer gar keine Häuser - hat es auch einige kleine Restaurants, die zum verweilen einladen.

Hier nun ein paar Fotos von diesem Spaziergang.


Romantisches Ufer mit viel Natur



Ein altes Schiff, nun als Restaurant genutzt



Ein kleiner Sandstrand



Blick auf Hydropark-Insel, Mat Rodina am Horizont



Blick auf Hydropark Insel, Lawra und Petscherks am Horizont

Kinotheater "Kiew"

Gestern haben wir im Kinotheater "Kiew" den neusten Film von Quentin Tarantino, Inglourious Basterds, geschaut.


Das Kinotheater "Kiew" von aussen bei Nacht


Das Kinotheater "Kiew" ist dabei ein monumentaler 50-er Jahre Bau im typisch stalinistischen Zuckerbäcker Stil.


Das Foyer des Kinos


Dies ist insofern abwechslungsreich zu den vielen modernen Kinos, welche wie im Westen sind. Im Kinotheater "Kiew" fühlt man sich wirklich noch wie in einem richtigen Theater.


Einer der beiden Kinosäle


Dabei wurde das Kino modernisiert. So hat es neue Stühle und auch Dolby-Surround. Für mich war es nur etwas schade, dass der Film auf Ukrainisch war und ich deshalb nicht ganz alles verstand. Die im Original fremdsprachigen Konversationen (Deutsch, Französisch) waren hingegen zum Glück mit Englischen Untertiteln versehen.

Samstag, 29. August 2009

Die Trauerweide - mein Lieblingsbaum

Mein Lieblingsbaum mit Abstand ist die hier ansässige Trauerweide (Salix x sepulcralis), welche sehr oft in der Ukraine in der Nähe von Seen und Flüssen vorkommt. Diese Form der Trauerweide ist in Mitteleuropa die verbreitetste Trauerweide, da die eingeführte Echte Trauerweide (Salix babylonica) frostempfindlich ist und leicht auswintert.


Trauerweide in der Nähe des Dnjeprs


Ich denke dieser Baum ist mitverantwortlich für die leichte Melancholie der Landschaft in der Ukraine... Leider kommt dieser Baum bei uns der Schweiz nur sehr selten vor, und zwar nicht in der Natur, sondern meist nur in Pärken.